ach Gott, ich hoffe es langweilt euch nicht, dass dieser Blog sich seit vielen Beiträgen immer und immer wieder um die gleichen Themen dreht. Angefangen hatte ich ja mit einem Allerlei aus allem, was mich eben so beschäftigt hat. Mittlerweile erscheint mir aber so vieles ganz und gar nichtig, tausendfach besprochen und irgendwie immer im Zusammenhang mit dem großen Ganzen. Also warum nicht gleich dort anfangen? Erfahrungsgemäß kommen auch wieder andere Zeiten, aber nun müsst ihr da erstmal durch. Etwas selbstzerstörerisch finde ich, dass man sich gar nicht genug mit diesen Fragen auseinandersetzen kann. Ich weiß, dass das längst nicht alle so sehen. Aber mich hat die Lust förmlich gepackt.
Es ist die Lust am Leben, die Lust an mir und die Lust an anderen Menschen. Ich genieße nichts so sehr wie meine Gedanken schweifen zu lassen und die Zeit dafür zu haben all meinen Fragen gehörig auf den Grund zu gehen. Immernoch will ich es wissen. Ich will jemand werden, dem ich selbst gern begegnet wäre. Ich will kein Leben führen, sondern mein Leben sein. Ich will keinen Träumen oder Vorstellungen von mir und dem, was ich tun müsste nachjagen, sondern gewiss sein, dass ich zu jeder Zeit und an jedem Ort goldrichtig bin.
Ich möchte dieser Erfüllung, die ich empfinde, wenn ich euch schreibe, wenn mich ein Mensch versteht, wenn all meine Lieben um mich sind, immer und immer wieder begegnen, bis ich nichts anderes mehr kenne. Ich möchte dieses Gefühl vor mir hertragen und es auf alle Widrigkeiten des Lebens antworten lassen. Ich möchte meine eigene Erfüllung werden. Und ich glaube, ich kann es schaffen.
Ich habe den Anstoß zu all dem verstanden und ihm damit einen Sinn gegeben. Für jeden gibt es diesen Anstoß, da bin ich sicher. Kein Grund zur Verzweiflung, aber ein Grund zum Zweifel. Daran, was Glück bedeutet, daran, was dafür nötig ist. Nichts als der Wille, glaube ich.
Eure Cali

