Schritt für Schritt und dann mit ’nem Ruck

Liebe Leser,

es ist geschafft! Ich habe eine neue Wohnung gefunden und freue mich sehr über diese anstehende Veränderung. Doch, Moment mal! Eigentlich ist noch gar nichts geschafft.

Es wartet Arbeit, viel Arbeit. Hinzukommt Zeitdruck und das Ganze muss ja auch noch bezahlt werden. Bodenbeläge, Abstandszahlung, sich überschneidene Mieten. Puh! Und nebenbei muss der Alltag mit all seinen Pflichten weiterlaufen. Da vergeht die Vorfreude schnell und artet in Stress aus. Die Hände möchte ich über dem Kopf zusammenschlagen, weil es in ihm so aufgeregt „wuselt“.

Schnell verfalle ich dann in den „Ich-bin-so-ungeduldig-und-muss-heute-noch-ALLES-schaffen-Modus“. Leider ist der wenig hilfreich, denn in diesem Zustand tue ich alles und nichts. Mit dem Putzlappen in der Hand setze ich die Wäsche auf, während ich zwischen Schulter und Ohr das Telefon balanciere, um die wichtigsten Termine zu vereinbaren und nebenbei soziale Kontakte zu pflegen. Eigentlich habe ich Hunger, weil ich natürlich noch nicht dazu gekommen bin zu frühstücken, aber das muss warten. Eilig werden die ersten Teile in Kisten verstaut und nochmal ausgepackt, denn ich habe vergessen sie vorher zu entstauben. Gedanken, wie „Oh Gott, ich werde die Wände streichen müssen und hoffentlich hat meine Mutti ein gutes Mittel gegen die hartnäckigen Flecken im Backofen“ schießen mir in Millisekundenabständen durch den Kopf und habe ich mir die nebenbei gemachte Terminvereinbarung richtig gemerkt? Für Zettel und Stift hatte ich schließlich keine Hand mehr frei.

Das sind dann jene Lebensphasen, in denen irgendetwas in mir mich dann zusätzlich nötigt alles anzugehen, was ich den letzten 22 Jahren nicht geschafft habe. Jene Frist muss gewahrt werden, mit der wollte ich mich treffen und zu dem Arzt muss ich sowieso schon lange. Jetzt laufe ich heiß und da ich kein Superheldinnenkostüm im Schrank habe, ist es Zeit ‚runterzukommen, nämlich auf den Boden des Machbaren.

Durchatmen. Erstmal einen Kaffee kochen und ein Pflaumenmusbrötchen essen, denn sonst bin ich eh kein Mensch und mein(en) Blog schreiben, denn das mache ich zur Zeit so gern. Jetzt geht es mir schon besser und nun Schritt für Schritt. Arbeiten nach Prioritäten und liegen lassen, was liegen bleibt. Morgen ist auch noch ein Tag und Übermorgen…das ganze Schaffen schafft, doch viel mehr als die eigentliche Arbeit, quält mich der Gedanke daran. Darum hat der jetzt Sendepause und abgerechnet wird zukünftig nach getaner Arbeit und nicht davor.

Bis bald,

eure Cali

3 thoughts on “Schritt für Schritt und dann mit ’nem Ruck

    • Hallo Kirstin, ein bisschen dauert es noch, aber dann…dann mit ’nem Ruck! Vielen Dank! Gibt ja schon fast wieder Mittag. =)

      Viele Grüße,

      Cali

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