Zeit für Grundsätzliches

Bei Gelegenheit werde ich Folgendem eine eigene Sparte hier im Blog einräumen. Mein eigenes Versäumnis wurde mir heute durch einen Kommentar verdeutlicht und darum möchte ich den Moment nutzen etwas klarzustellen:

Ich schreibe den Blog nicht, weil ich Hilfe brauche. Natürlich stelle ich Fragen und mehr als ich wusste scheinen meine Gedanken und Ansätze große Resonanz im spirituellen Bereich und generell bei Leuten zu finden, die bereits von einem “Weg” wissen oder ihn sogar schon gefunden haben. Ich zähle mich aber viel eher zu den Menschen und schreibe in erster Linie für jene, die sich noch orientieren müssen. Das sind Leute, die jeden Tag arbeiten gehen, sich im Auto aufregen, gerne Soaps gucken, Shoppinganfälle bekommen, Pralinenschachteln bei Frust leeren – einfach total “normal” sind und sich auch noch finden müssen. Auf diesem Blog gibt es kein Ziel, keinen klaren Weg, nur einige Wegweiser.

Ich stelle meine Fragen nicht nur für mich, sondern auch für alle meine Leser. Insbesondere für diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben Buddhismus in Thailand zu betreiben und für die das vielleicht auch einfach nichts wäre. All diese Dinge, die ich schreibe, brauchen keine Überschriften, sie müssen nicht Teil irgendeiner Lehre sein, sondern sind praktikabel für jeden. Jeder soll sich davon nehmen, was er braucht, was für ihn gerade zählt. Ich wünsche mir, dass es mir und allen anderen gegönnt wird, einfach da zu bleiben, wo wir sind, mitten im schnöden deutschen Leben und trotzdem einige wichtige Dinge zu verstehen. Denn das schließt sich nicht aus, ganz und gar nicht und wenn man so will, soll dieser Blog dafür stehen.

4 thoughts on “Zeit für Grundsätzliches

  1. Liebe Cali,

    und genau das gefällt mir so gut an Deinen Texten. Daß es keinen vorgefertigten Lehr-Weg gibt. Sondern alles scheint selbst erdacht und durchfühlt und durchlebt. Das ist es, was ich auch versuche, in meine Texte zu legen. Nur mein eigenes. Denn ich glaub, wenn es 7 Milliarden Menschen auf der Welt gibt, denn gibt es mindestens 7 Milliarden und einen verschiedene Wege. Und alle führen zum Ziel.

    Und ich finde es so wichtig, Sachen zu machen für grad die Menschen, die einfach leben und sich dafür manchmal etwas Gedankenanregung wünschen-

    Liebe Grüße von Kirstin

  2. Oh wie schön.

    Weisst du, welche Erkenntnis ich vor kurzem für mich gewonnen habe?

    Dass alles das, was ich unter Aufstieg und Spiritualität verstand, in der Einfachheit meines „ganz normalen Lebens“ geschieht.

    Während ich mit meinem Sohn Lego baue…

    Während ich aufstehe, zur Arbeit fahre…..meinem Beruf nachgehe, wieder heimfahre…

    Während der glücklichen Momente im Leben…

    Während der traurigen Momente…

    …der wütenden….

    usw.

    Ich glaube das wirklich Wichtige geschieht im „Verborgenen“ und braucht weniger als eine Zehntelsekunde, um noch bei der ZEIT zu bleiben…

    Ich fühle mich wohl damit.

    Und ich freue mich, bei dir ähnliches lesen zu dürfen.

    Liebe Grüße

    Verena

  3. Den Weg im Alltag suchen – das ist ein gutes Stichwort. Grundsätzliche Fragen stellen sich im normalen Leben, im Alltag, manchmal scheinen sie banal zu sein, manchmal lassen sie uns auch innehalten im Alltagsgewusel und staunen. Wenn ich die Fragen wirklich zulasse, an mich rankommen lasse, kriege ich manchmal auch so etwas wie Antworten. Ich möchte jedenfalls den banalen Alltag und mein Leben insgesamt nicht einfach dem Zufall überlassen.
    LG Tom

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