Ich bin verliebt in Christian Rach

Meine lieben Leser,

ach, ja…ein bisschen unangenehm ist mir dieses Comingout schon, aber was soll ich machen? Er ist kein schöner Mann, läuft auf RTL und ist mehr als doppelt so alt wie ich. Trotzdem ist Montagabend Rachzeit, gleich nach dem Jauch, der, wie ich finde, mehr und mehr zum Entertainer mutiert. Ich begrüße das. Zurück zu Rach.

Dass es bei Rach um Gastronomie geht, ist für mich fast nebensächlich. Ich esse gern und besuche von Zeit zu Zeit dieses und jenes Restaurant. Selbst im Service arbeiten möchte ich nicht mehr, ist ein Knochenjob, für den man gemacht sein muss. Das macht es unerklärlich, warum gerade diese Sparte überfüllt ist mit ungelernten Kräften. Ein guter Kellner zu sein und ein guter Koch erst recht – das sind Professionen.

Aber wenn man sich das alles zu einfach vorgestellt hat, dann kann man ja immer noch Herrn Rach anrufen und der kommt dann in goldener Rüstung. Er poliert das Image, verschönert das Interieur und nebenbei kocht er fantastisch. Und während er Wirts Welt rettet ist er so anziehend menschlich. Er übt Kritik und das nicht fein, um am Ende Every-Bodys-Darling zu sein. Das macht ihm so schnell keiner nach. Ja, wenn dann selbst gestandene Männer aus Dankbarkeit Pipi in den Augen haben, weil er sie verlässt und wie wir ahnen auch weil sie ein bisschen in ihn verliebt sind, wie soll dieser Mann dann mich kalt lassen?

Er ist klug und geschäftig, doch vor allem ist er herzlich. Er interessiert sich für das Leid der Leute, er busselt und drückt und nimmt sich ihrer nicht nur physisch, sondern auch seelisch an. Das tut ihnen gut, das haben sie gebraucht. Und auch ich als Zuschauerin wünsche mir dann insgemein einen kleinen Rach, den ich aus der Jackentasche zaubere, wenn ich mal nicht weiter weiß.

Nach Berlin kommt er, eine Kochschule hat er angekündigt. Na wer weiß, ob Gastronomie dann immer noch nichts für mich ist. Aber das entscheide ich nächsten Montag.😉

Mit Blick auf fast zugeschneite Fenster,

Eure Cali

4 thoughts on “Ich bin verliebt in Christian Rach

  1. Ich gestehe: ich find den auch gut, den Herrn Rach. Er versteht es, den inneren Schweinehund (anderer) an der Leine zu nehmen und ihn mal für eine Weile einzusperren. Ob es bei denen, die die Hilfe bekommen haben dann auch von Dauer ist, ist eine andere Sache. Aber auch wünschte mir manchmal jemanden, der mich an die Hand nimmt und mir zeigt, wo der Weg lang geht. Da käme mir so ein kleiner Taschen-Rach ganz recht. Gute Idee!

    Viele Grüße
    Regina

  2. Ja, „Pippie in den Augen“, in den Arm nehmen, nette, kluge Worte,- das macht ihn sympathisch. Und darum lieben wir ihn. Aber ob das alles echt ist?

    Für die neuen Berliner Folgen hat man so viele menschliche Problemfälle aufgenommen, wie nur irgend möglich. Manche davon schon so kriminell, dass vor Serienstart die Polizei kam und man sie herausgenommen hat. Andere so wenig motiviert, dass sie schon nach den ersten Tagen das Handtuch geworfen haben. Welch‘ eine Chance,- und wie wenig Motivation!?

    Interessiert sich Rach wirklich für die Menschen? Oder geht es doch nur um Quote und Kommerz?

    • Lieber Michael, da sagst du etwas, worüber ich auch erst nachgedacht habe. Das Format der „Kochschule“ gefällt mir nicht, bedient genau das, was sich von Rach nicht erwartet habe. Ich kann dir nicht sagen wieviel hinter der Persönlichkeit des Fernsehkochs wirklich steckt, aber in jedem Fall hat er mir viele schöne Abende bereitet, eine anderen Wissensanspruch habe ich an die Medien nicht mehr. Viele Grüße an dich, Cali

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