Die Welt im Wandel- jetzt bloß nichts überstürzen

Meine lieben Leser,

eine große Überschrift trägt dieser Tag. Es ist der „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“- offiziell. Denn selbstverständlich ist nicht nur der 08. März ein Anlass um an die Rechte der Frau und den Weltfrieden zu erinnern. Nicht seltener als jeden Tag ist es Zeit sich der Rechte aller Menschen und der Missstände ihrer Durchsetzung gewahr zu werden.

Vielleicht habt ihr schon mitbekommen, dass im Internet eine neue Initiative kursiert: Kony 2012. Das Ziel der Bewegung soll es sein den Rebellenführer Joseph Kony, der mittels seiner Armee der LRA bereits über Jahrzehnte die Bevölkerung, insbesondere die Kinder Ugandas terrorisiert, geschändet und vertrieben hat, festzunehmen und vor ein Gericht zu stellen. Ein ehrbares Ziel, das man durchaus unterstützen sollte. Trotzdem möchte ich daran erinnern, dass das Übel keineswegs nur tausende Kilometer weit weg zu suchen und zu bekämpfen ist. Und ich möchte davor warnen sich von einer Euphorie ergreifen zu lassen, die aufgrund ihrer Kurzsichtigkeit zu schmerzhafter Ernüchterung führen kann und jegliche weitere Bewegung hoffnungslos erscheinen lässt.

Es wäre ein Fehler zu glauben, dass wir aus unserer Position des Wohlstands und der politischen Stabilität heraus irgendwas besser wüssten oder könnten. Es gibt Gründe warum Menschen wie Kony ungestraft das tun können, was sie tun und diese sind keinesfalls nur im jeweiligen Land zu suchen. Es gibt ein großes Interesse an solcherlei Abartigkeit, Grausamkeit, Entmenschlichung, wie sie Kony betreibt. Ein Interesse, das auf der ganzen Welt Zuhause ist.

Zu den Unterstützern von Kony 2012 gehören neben Popstars wie Rihanna, Schauspielern wie Angelina Jolie, auch Politiker wie George W. Bush. Es möge hier kritisch hinterfragt werden, denn neben Herz ist in solchen Belangen, um sie zum Erfolg zu führen, viel, viel, viel Verstand nötig. Und auch wir Deutschen sollten uns fragen wer unser Land sieben Jahre lang regiert hat und Wladimir Putin mit geschwellter Brust als „lupenreinen Demokraten“ bezeichnet und welche Konsequenz wir daraus ziehen.

Es ist Zeit zu handeln, sich zu beteiligen, die Dinge zur persönlichen Angelegenheit zu machen. Dabei sollte jedoch die Macht der vielen kleinen und immer größer werdenden Handlungen nicht verkannt werden. Bevor wir in Uganda eingreifen und glauben die Welt zu retten ohne den nötigen Durchblick zu haben, sollten wir unser eigenes Dasein lernen zu hinterfragen und zu durchschauen. Und tun, was uns zusteht zu tun: Vor der eigenen Türe kehren und es ließe sich beobachten, dass plötzlich das ganze Dorf in neuem Glanz erstrahlt.

Eure Cali

9 thoughts on “Die Welt im Wandel- jetzt bloß nichts überstürzen

  1. Bin einfach nur begeistert … aber das kennst Du ja schon auswendig von mir …😉 danke Dir. Ich füge auch nichts mehr hinzu, weil ich es einfach rund finde.

    Liebe Grüße von Kirstin

    • Liebe Belleza, nein, die geben wir nicht auf. Und es denken schon eine Menge Leute so, es fehlt ihnen nur noch die Stimme!😉 Cali

  2. Du hast so recht…..schön zusammengefasst und blogtechnisch auf den Punkt gebracht. Es immer wieder sehr interessant Deinen Blog zu lesen. Danke😀

    • Hallo Arna, ja, dein Text war toll. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem neuen Blog und schön, dass du mich hier besucht hast! =) Viele Grüße, Cali

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