Glück und Zufriedenheit, aber wie?

Meine lieben Leser, liebe Kirstin, hier kommt deine Post-Antwort

dieser Blog hat in vielen, wenn auch nicht allen Artikeln, einen starken Hang zu Themen der Lebensführung und des Umgangs miteinander angenommen. Dabei soll er uns an unsere Chance auf Glück und Zufriedenheit erinnern. Die, und das kann ich nicht oft genug betonen, weder ein bloßer Wunschgedanke, noch alltagsfremd ist. Doch wie gelangt man zu solchem Denken und wie setzt man es um? Man muss, um seine Chance zu erhalten, nicht die Selbsthilfeabteilung der Buchläden auswendig lernen oder nach Übersinnlichem suchen. Glück und Zufriedenheit wohnen in uns und auch nur hier sind sie zu finden. Nirgendwo anders, so glaube ich.

Ein zielsicherer Weg den Wert des einfachen, schnöden Lebens zu erkennen ist es nicht mehr zu haben. Wer das einmal gespürt hat, der wird sich sein Leben lang daran erinnern können und jeden Tag in seiner Trivialität unendlich schätzen. Und wem das erspart geblieben ist dem bleibt nur zu empfehlen sich in Empathie zu üben und bewusst einmal einschlägige Literatur zur Hand zu nehmen oder mit Betroffenen zu sprechen. Ich stand kürzlich im Buchladen und las in „Gegen die Angst“ von Regine Stokke. Zuhause angekommen konnte ich mich nicht mehr halten. Ich habe bestimmt zwei Stunden aus Mitgefühl, Schmerz und Dankbarkeit vor mich hin geweint. So etwas noch nicht erlebt zu haben, gesund zu sein, zwei Beine und zwei Arme zu haben ist Grund genug um jeden verdammten Tag den Erdboden zu küssen. Alles darüber hinaus ist purer Luxus.

Man muss sich dem bewusst werden, darf es nicht verdrängen oder übergehen. Jeden Tag mit dem Wissen um die Vergänglichkeit der Dinge zu leben macht tiefenglücklich. Man beginnt das Dasein zu genießen und zu würdigen. Das Wort „Problem“ bekommt eine neue Bedeutung und vieles Nervige wird einfach unwichtig. Nicht unser Partner, nicht unser Job, nicht unsere Kinder, nicht das Wetter, nicht die Politik und auch nicht Gott oder das Schicksal sind dafür verantwortlich uns glücklich zu machen. Sondern wir ganz allein. Jede Unzufriedenheit in unserem Leben geht auf unsere eigene Kappe und der Umkehrschluss lautet: Jede Zufriedenheit entspringt ausschließlich uns selbst.

Hat man das einmal verstanden gilt es sich jeden Tag daran zu erinnern und Schritt für Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Langsam und mit Umwegen, aber man ist auf dem Weg.

In aller Liebe

Eure Cali

18 thoughts on “Glück und Zufriedenheit, aber wie?

  1. Cali, das ist ein schöner Artikel für den Start in einen neuen Tag.

    Genau das muß man nämlich erkennen: das Glück, die Zufriedenheit kann nur aus mir selbst heraus kommen.
    Ich bestimme den Blickwinkel, den ich auf die Dinge, auf mein Leben habe,
    bestimme, ob mein Glas halb voll oder halb leer ist.

    Einen zauberhaften Mittwoch
    SK

    • Liebe sweetcoffie, es freut mich sehr, dass der Artikel dir deinen Morgen etwas versüßt hat. Ich hatte tatsächlich an ein halbvolles Wasserglas als Bild für heute gedacht. Aber die Zeit hatte ich heute morgen einfach nicht.🙂 Viele Grüße, Cali

    • An der Sonne kann es meiner Meinung nach nicht liegen. Lies mal meinen Beitrag „Die Sonne scheint, wann wir es wollen.“ =) Viele Grüße und viel Freude gegen die Traurigkeit, Cali

    • Liebe Mathilda,

      manchmal ist das einfach so, daß man traurig ist. Ohne genau zu wissen, woher. Kenn ich so gut. Weißte, was mir denn hilft, einfach diese Traurigkeit in den Arm nehmen und geschehen lassen. Und oft geht es denn ganz schnell. Das, wogegen ich ankämpfe, wird ja nur immer größer.

      Wenn Du magst, fühl Dich mal gedrückt.

      Liebe Grüße von Kirstin

    • Deine Zustimmung ist mir wichtig. Auch wenn das nicht heißt, dass du mir nicht auch mal Contra geben kannst, freue ich mich jedesmal über geteilte Ansichten.😉

    • Wenns Dir recht ist, laß Dich mal knuddeln.;) Auf Contra kannst Du Dich bei mir immer verlassen. Bin der geborene Rebell (Wassermann Aszendent Löwe). Das „dumme“ ,liebe Cali ist nur, ich bin einfach so oft mit Dir einer Meinung – schade😉😉😉 Wenn ich Deine Texte lese, ist es meist für mich, als lese ich einen Teil meiner selbst. Aber ist ja auch nicht schlecht, oder?

      Obwohl, fällt mir ein, bei dem Text über die Gesundheit, da vertret ich halt die Meinung, daß mir Liebe und Glück am wichtigsten ist. Siehste, doch andere Meinung …😉

      Liebste Grüße von Kirstin

    • Klar, komm‘ her, jetzt wird geknuddelt! Es steht dir wie gesagt auch voll und ganz zu anderer Ansicht zu sein. So bleibt’s hier wenigstens spannend.🙂 Deine Cali

  2. Hallo Cali,

    wahre Worte… sehr gut formuliert.
    Dankbarkeit sollte für jeden ein Thema sein um das zu schätzen lernen, was man hat.
    Denn ich finde auch, dass jeder von uns seine Lebensgeschichte beeinflussen bzw. in eine andere oder in eine neue, passendere Richtung lenken kann.

    Jeder hat Sehnsüchte und Träume, die er irgendwann mal verwirklichen möchte. Leider geben viele Menschen zu schnell auf und erst im späteren Alter realisieren sie (wenn überhaupt), dass sie aus Angst, Mutlosigkeit, auf mehr Freude, auf den inneren Frieden und auf ein erfülltes Leben verzichtet hatten.
    Jeder sucht nach dem Glück – irgendwo da draussen – und viele wissen nicht, dass das Glück in jedem innewohnt. Innere Sehnsucht und Glück sind stark miteinander verknüpft. Wer seine Sehnsüchte kennt, weiss auch, wo oder worin sein Glück zu finden ist.
    Doch bei der Verwirklichung sind unsere Ängste und auch die Bequemlichkeit grosse Hindernisse. Ständig das Gefühl der Kontrolle haben zu wollen, was und wie zu geschehen hat oder soll, sowie dass man kein Vertrauen im Leben hat, sind auch wichtige Faktoren, die bei der Zielerreichung/Wunscherfüllung eine negative Rolle spielen.

    Wo bleibt „die Leichtigkeit des Seins“…? Das Leben sollte doch kein Kampf sein… Doch gerade unsere mentale Einstellung macht es oft dazu – meiner Meinung nach.

    Zum Schluss noch eine Empfehlung, wenn ich darf: http://schreibbox.wordpress.com/2012/03/12/zufalle-und-wunder/

    Liebe Grüße,
    Sunelly Sims

  3. Im Prinzip gebe ich Dir recht – jedenfalls, was uns hochzivilisierte Luxusklager betrifft. Allerdings glaube ich nicht, dass Du mit diesem, von mir aus dem Kontext gerissenen Satz „…So etwas noch nicht erlebt zu haben, gesund zu sein, zwei Beine und zwei Arme zu haben ist Grund genug um jeden verdammten Tag den Erdboden zu küssen. Alles darüber hinaus ist purer Luxus…“ knurrende Mägen füllen kannst. Viele Menschen sehen aus, als küssten sie den Erdboden, suchen dort aber nur nach den wenigen Krumen, die wir ihnen vielleicht überlassen haben.

    • Ich habe den Aspekt der Armut und generell der grundlegendsten Bedürfnisse eines Menschen bewusst rausgelassen. Dazu zählt ja nicht nur Hunger, sondern auch ein Dach über dem Kopf, Wärme etc. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass all diese Dinge zu bewältigen sind, solange man einen gesunden Körper hat, der mich weiterhin durch diese Welt trägt. Tut er das allerdings nicht grenzt das schon an Auswegslosigkeit. Gesundheit nutzt ganz sicher im Kampf gegen Armut, Geld aber bringt ab einem bestimmten Zeitpunkt gegen Krankheit nichts mehr.

      Feszuhalten bleibt, trotz unterschiedlicher Ansichten, all diese Dinge sind nicht gegeneinander aufzuwiegen. All das sind schreckliche Dinge unter denen Menschen furchtbar leiden und man froh sein sollte, wenn sie einen nicht betreffen.

      Viele Grüße, Cali

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