Ich liebe es mich zu irren

Meine lieben Leser,

früher habe ich mich so immens darüber definiert „dagegen“ zu sein. Zugegebener Maßen gab und gibt es viele Dinge, die es offen zu kritisieren gilt. Sonst ändern sie sich nie. Trotzdem stelle ich immer und immer wieder fest, dass ich Manchem erhebliches Unrecht getan habe. Zu engstirnig habe ich vieles betrachtet. Nicht zuletzt mich und meine Mitmenschen.

Eine richtige Fehlerzählerin bin ich gewesen. Wer, egal wo er hinsieht, nur Ungerechtigkeit und Grausamkeit erblickt, der fühlt eine Menge Schmerz in sich, der ihn auf kurz oder lang verbittern wird. Auf dem besten Weg dorthin wurde ich sehr unsanft umgeleitet. Mir musste mein Herz erst gebrochen, eher herausgerissen, werden, damit ich begriff, dass ich eines hatte. Seither füllt es sich stetig mit Liebe und es wird immer mehr. Ich sage immer: „Ein Licht ist ausgegangen, für immer, und tausende andere sind angegangen.“ Die scheußlichste und zugleich wundervollste Erfahrung meines bisherigen Lebens.

Verteufelt habe ich auch das Internet. Das wisst ihr ja. Heute weiß ich, dass Ablehnung das Letzte ist, was diese Welt braucht. Darum konfrontiere ich mich solange mit meinen Vorurteilen und Ängsten bis ich begreife und sie sich auflösen. Unter einem der letzten Beiträge habe ich ein Youtube-Video verlinkt, in dem ein Mädchen ihre auf weißem Papier festgehaltenen Geheimnisse der ganzen Welt verrät. So irrsinnig das auch sein mag, so fasziniert und erfüllt beobachte ich diese Entwicklung.

Wenn auch von jugendlicher Melancholie transportiert, sind diese Videos Selbstoffenbarungen und möglich macht sie das Internet. „Ich bin eine Niete in Ballsportarten.“, „Ich bin rechthaberisch.“, „Ich habe krasse Selbstzweifel. Vielleicht, weil ich mich oft mit anderen vergleiche.“ Ist das nicht schön?

Natürlich ist der virtuelle Kontakt kein Ersatz für die Begegnung im „Real Life“. Aber die letzten zwei Jahrtausende gab es das Internet nicht und da war die Welt kein besserer Ort. Vielleicht hilft uns das Internet wieder zueinander zu finden, uns langsam aneinander ranzutasten, um dann auch im Alltag wieder miteinander zu sein.

Ich jedenfalls wurde um diesen neuen Blickwinkel, der die Welt gleich ein bisschen besser erscheinen lässt, bereichert. Es ist ein schönes Gefühl sich geirrt zu haben.

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende, an dem irren wieder menschlich ist.

In aller Liebe, ich würde euch alle wirklich gern umarmen😀,

Eure Cali

25 thoughts on “Ich liebe es mich zu irren

  1. Hi Cali,

    Dein Beitrag spricht einiges in mir an. Dabei hatte ich schon Bedenken, als ich las:
    Zugegebener Maßen gab und gibt es viele Dinge, die es offen zu kritisieren gilt. Sonst ändern sie sich nie.
    Aber fast alles, was danach kam, könnte ich – vielleicht in anderen Worten – ebenso schreiben.

    Und ich bin sicher, dass Du den oben zitierten Glaubenssatz auch früher oder später mit der Aussage: „Da habe ich mich ebenso geirrt – und ich liebe es.“ über Bord wirfst.

    Alles Liebe,
    Ralph

    PS: Ich bin schon gespannt, wann Du den Mut findest, über die Umstände zu berichten, die zum Brechen Deines Herzens führten.

    • Lieber Ralph, nein, ich liebe die Grausamkeiten von Menschen an Mensch und Natur nicht. Nach wie vor verstehe ich nicht wie ich mich darin irren soll. Und kritisieren der Dalai Lama und Eckhart Tolle denn nicht?

      Warum hast du nicht auf meine Frage letztens geantwortet? Wie funktioniert es sich nicht zu entscheiden im Alltag? Kaufe ich mir ein Haustier oder nicht? Ziehe ich nach Berlin oder nicht?

      Es hätte nichts mit Mut zu tun davon zu berichten, was mir mein Herz gebrochen hat. Denn ich habe keine Angst davor. Es ist einfach nicht wichtig für das, was ich hier schreibe. Es würde vom Wesentlichen ablenken, darum werde ich es nicht konkret thematisieren. Indirekt tue ich das in jedem meiner Artikel. =) Cali

    • Hi Cali,

      ich bin mir nicht sicher, in wieweit Du verstehst, was ich jetzt schreibe – aber ich schreibe es dennoch:

      Der Begriff Grausamkeit enthält eine Wertung – etwas ist grausam oder nicht. Wenn Du völlig wertfrei wirst, existiert eine solche Wertung nicht mehr. Dann existierst aber auch Du (als Persönlichkeit) nicht mehr. Dann wirst Du zur Sonne, die auf alle scheint: Auf den Erleuchteten ebenso wie auf den Mörder … dann wirst Du zum Licht.

      Soweit ich es verstehe, kritisieren Erwachte nichts. Sie lieben, was ist – sie sind im Einklang mit allem, was ist. Und sie sind damit ein Vorbild. Sie haben erkannt, woraus all die Dinge entstehen, die Du als Grausamkeiten bezeichnest – dieses Erkennen ermöglicht es ihnen, nicht mehr darauf zu reagieren. Sie beobachten einfach nur noch, und erkennen all diese Verhaltensmuster als einen Teil von sich selbst, mit dem sie sich aber nicht mehr identifizieren.

      Auf Deine anderen Fragen werde ich vielleicht demnächst noch antworten. Wie ich schon schrieb: Mal schreibe ich, und mal nicht. Ich folge meiner inneren Stimme … die im engeren Sinne nicht wirklich „meine“ Stimme ist.

      Auf irgendeiner Ebene hab ich Dich grad wahrgenommen – die körperliche Reaktion war ein Gänsehaut-Schauer.🙂

      Alles Liebe,
      Ralph

      PS: Mir kam grad folgender Gedanke: „Wenn das Herz bricht, war es noch nicht offen und weich genug.“

    • Lieber Ralph, doch, ich verstehe. Allerdings bleibt diese Aussage für mich noch zu überprüfen.

      Ich finde es schade, dass du immer dann nicht antwortest, wenn es in die heiße Phase geht. Mich interesssiert es wirklich brennend, wie man im Alltag ohne Entscheidungen lebt. Ich will es lernen, wenn du so willst.

      Dein Gedanke am Ende ist wunderschön. Ich werde ihn aufnehmen. Hab‘ einen schönen Sonntag, Cali

    • Hi Cali,

      es ist noch gar nicht so lang her, das schriebst Du:
      „Ich z.B. kann nichts von dem, was du schreibst wirklich fühlen. Es ist Lichtjahre entfernt. Es ist nur Gequatsche.“

      Das hat mich daran erinnert, wie beschränkt Worte sind – um so mehr geschriebene Worte (ohne Gestik, Mimik, Intonation, …). Es gibt so viele Dinge, die niedergeschrieben nur da eine Resonanz hervorrufen, wo Erfahrungen und Denkprozesse zu einer entsprechenden Offenheit geführt haben. Daher sprechen Tolles, Katies oder Krishnamurtis Worte so unmittelbar zu mir, und für andere sind sie nur Worthülsen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, denn noch vor zehn Jahren hätte ich vermutlich auch so gut wie nichts davon verstanden (und da war ich immerhin auch schon 33 Jahre alt) … und rückblickend kann ich nur immer wieder über den (inneren) Weg staunen, den ich seither gegangen bin – nichts davon war je so geplant.

      Nachdem Du jetzt wieder Interesse äußerst, werde ich Deine Fragen demnächst noch beantworten (manchmal will die Antwort in mir auch erst reifen).

      Ich sehe Dein Licht – es ist das gleiche wie mein Licht – es ist das Licht!

      In Liebe,
      Ralph

      PS: Nachdem hier die Rede wieder auf Tolle gekommen ist: Ich hatte irgendwann mal ein Video von ihm bei Dir eingestellt und Dir empfohlen, es Dir anzuhören. Du fragtest mich damals noch, warum ich es Dir empfehle, hast dann aber auf meine Antwort nicht mehr reagiert. Erinnerst Du Dich noch? Hast Du da mal reingehört?

    • Nein, du hast schon so viele Videos gepostet. Ich erinnere mich nicht konkret. Bestimmt habe ich reingesehen. Und trotzdem bleibt es dabei, dass du nicht immer meine Hausaufgaben kontrollieren sollst. Also antworte ich darauf in Zukunft nicht mehr.

    • Hi Cali,

      es interessant, dass Du mein Interesse als Kontrolle wahrnimmst.

      Aber egal – was ich soll oder nicht soll, ist Deine Geschichte. Es ist okay, wenn Du sie mir mitteilst – aber gehe bitte nicht davon aus, dass diese Geschichte über mich darüber hinaus irgendeine Rolle für mich spielt.

      Wenn Du magst, können wir da aber gern noch etwas genauer hinschauen. Was genau fühlst Du, wenn Du meinst, ich kontrolliere Dich? Ich fühle mich kontrolliert ist da – Du ahnst es – sicher nicht die cleverste Antwort, denn dabei handelt es sich um ein Pseudogefühl. Und – letztlich noch interessanter – auf welches Bedürfnis weißt Dich dieses Gefühl hin?

      Alles Liebe,
      Ralph

    • Lieber Ralph, wo auch immer du dich geistig befindest, wenn es dazuführt, dass man die Menschen, die dort (noch) nicht sind, nicht mehr versteht (quasi nicht mehr erfolgreich mit ihnen kommunizieren kann), dann weiß ich nicht wozu das gut sein soll. Für so erstrebenswert ich „das Licht“ auch halte, dieses Vakuum ist das Letzte, was ich will. Viele Grüße und einen schönen Abend wünscht dir Cali

  2. Guten Abend Cali,

    das sind einzigartige Gedanken und erleichtert vielleicht jemanden den Einstieg ins Internet. Es gibt immer Gefahren und Probleme, aber wie Du schon geschrieben hast, es ist ein weiterer Blickwinkel und lehrt uns auf eine bestimmte Art und Weise zu leben und zu kommunzieren und selbst im digitalen Netz die Höflichkeit zu wahren.

    Viele Grüße und einen schönen Abend

    Monika

    • Liebe Monika, ja, das Internet ist einfach eine andere Art zu leben- keine bessere oder schlechtere. Dir auch einen schönen Sonntag, Cali

  3. Hallo Cali,
    es ist gut, wenn man keine voreiligen Schlüsse zieht. Die Dinge haben oft mehrere Seiten, aus der sie betrachtet werden wollen. Wir entwickeln uns immer weiter (so hoffe ich doch😉 ) und da ändern sich auch die Ansichten. Gerade das ist so toll!

    Ich drück dich ganz lieb zurück🙂

    • 🙂 Danke für den Drücker. Ja, das Ändern von Ansichten ist so eine besondere Erfahrung. Sie zeigt einem wie fehlbar man ist und irgendwie beruhigt das. Schön, dass du hier warst!

  4. Liebe Cali,

    ich hab es auch immer wieder erlebt – zum Glück aber immer weniger – voreilige Schlüsse – bei mir oft, daß ich mich richtig verrückt gemacht hab – und hinterher war es oft heiße Luft. Mein Mangeldenken … hab es fast mit der Muttermilch eingesaugt … waren Sätze und Muster, die mir schon als ganz kleines Kind erzählt wurden. Das hat sich bis heute festgesetzt. Erst so langsam kann ich da total umdenken. Ist aber total klasse, wenn ich sehe, meine Güte, es geht ja auch ganz anders … ist ja gar nicht immer so, wie ich schon wieder denke …

    Liebe Grüße von Kirstin

    • Liebe Kirstin, ganz genau. Man macht es sich damit einerseits viel zu leicht und auf der anderen Seite schwerer als nötig. Da hilft nur wachsam sein.🙂 Ich wünsche dir ein Wochenende in guter Nachbarschaft, deine Cali

  5. Hallo Cali,

    das Internet ist eine große Tür, die sich geöffnet hat. Es bringt Gefahren und Möglichkeiten mit sich, denen wir uns nicht verschliessen können. Virtuelle Kontakte werden schnell geknüpft, anonym. Das gibt vorerst die Sicherheit, sich offenbaren zu können, ohne „erkannt“ zu werden. Die Menschen stellen fest, dass es Anderen ähnlich geht. Das entlastet sie, aber…

    …natürlich kann die virtuelle Welt den persönlichen Kontakt niemals ersetzen. Wir bleiben einsam, wenn wir uns nicht in die Augen sehen, die Emotionen unseres Gegenübers nicht wahrnehmen, uns nicht sehen, fühlen und spüren.

    Das Internet ist eine riesige Sache, ich bin begeistert und kenne mich längst nicht mehr aus🙂, aber ich hoffe, auch meine Kinder werden ihren Kummer und ihre Freude lieber mit jemandem teilen, den sie anfassen können.

    A big hug und – war es Goethe, der da sagte: „Es irrt der Mensch, solang er strebt“ ?…

    Viele Grüße
    Tine

    • Liebe Tine, ganz genau so sehe ich es auch. Es ist Chance und Gefahr zugleich, wie wahrscheinlich alles. Ich habe hier einmal einen Artikel „Ich habe Angst vor Facebook“ geschrieben, der auch die Angst vorm Verlust starker menschlicher Bindungen durch das Internet beschreibt.

      Mittlerweile weiß ich aber, dass Rückzug und Skepsis kein Weg aus der Angst sind. Also erfreue ich mich an dem, was mir das Internet tatsächlich bieten kann und verlasse es für alles andere mit größtem Vergnügen.

      Viele, viele Grüße an dich, Cali

  6. „Vielleicht hilft uns das Internet wieder zueinander zu finden, uns langsam aneinander ranzutasten, um dann auch im Alltag wieder miteinander zu sein.“ – Ein schöner Gedanke. Auch ein kühner, denn intuitiv würden wohl die meisten sagen, das Internet führe zur Vereinsamung der Leute (ähnlich wie Tine das weiter oben sieht). Aber ich mache als Blogger auch die Erfahrung, dass dies nicht stimmen muss. Als neues Medium macht das Internet eine neue, andere Art der Kommunikation möglich, die manchmal auch in die Tiefe geht, die berühren und einem weiterbringen kann. „Virtuelle“ Freundschaften können sehr wertvoll sein. Denn, ja im Alltag ist das Miteinander nochmals schwieriger, anspruchsvoller. Es gibt da nicht die Menüzeile „Ruhezustand“ oder „Ausschalten“ oder noch schöner „Neustart“ zum Anklicken.

    LG Tom

    • Lieber Tom, ebendrum. Ja, es ist nur eine Möglichkeit das Internet zu betrachten und trotzdem ist sie genauso möglich wie alle anderen. Schön, dass du zurück bist, Cali!

  7. Hi Cali,

    schau mal: Es ist nicht meine Aufgabe, Dich zu verstehen, das ist Deine Aufgabe. Meine Aufgabe ist es, mich zu verstehen … besser: zu erkennen. Warum: Weil ich den anderen immer nur insoweit erkennen kann, wie ich mich selbst erkannt habe. Letztlich ist der andere immer in irgendeiner Form mein Spiegel. Er zeigt mir die Seiten in mir, die ich schon erkannt habe (dann ‚verstehe‘ ich ihn), und er zeigt mir die Seiten in mir, die noch im Dunklen liegen. Denn letztlich ist jeder von uns vollkommen, trägt alles bereits in sich. Um dies zu erkennen, sind wir hier. Mit allem, was Du mir schreibst, zeigst Du mir etwas. Ich kann es annehmen als einen Spiegel meiner selbst – oder ich kann es ablehnen. Dies ist meine Entscheidung. Früher habe ich vieles als etwas Fremdes, nicht zu mir gehörendes abgelehnt – habe nicht erkannt, dass es immer nur ich war, dem ich in Form eines anderen Menschen begegnet bin. Schritt für Schritt gelang es mir – auch dadurch, dass ich die Hilfe anderer angenommen habe – mich selbst in allen und allem anderen zu erkennen.

    Letztlich verstehe ich vermutlich viel mehr von dem, was Du schreibst, als Du erkennst (aber das ist auch nur eine Geschichte, und um das Verstehen im Sinne des verstandesmäßigen Erfassens geht es ja eigentlich auch gar nicht). Mir geht es in meinen Antworten jedoch vielfach darum, dass Du Dich immer mehr selbst erkennst. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass es nie jemand anderes ist, der Dich kontrolliert, sondern dass Du das immer selbst bist. Das kann ich jetzt hier einfach so schreiben, weil ich genau das für mich selbst erkannt habe. Es gab eine Zeit, da fühlte ich mich von meiner Mutter derart kontrolliert und manipuliert, dass ich für mehrere Jahre den Kontakt zu ihr abgebrochen habe. Das ist jetzt Vergangenheit – ein Teil von mir, aber nichts mehr, womit ich mich identifiziere. Übrigens war es die gewaltfreie Kommunikation, d.h. die Fokussierung auf Beobachtung, Gefühl und Bedürfnis, die mir bei der Auflösung meiner Geschichte als kontrolliertes und manipuliertes Opfer sehr geholfen hat. Genau deswegen habe ich Dich nach Deinem Gefühl und Deinem Bedürfnis gefragt – es ist ein Angebot in Sachen Selbsterkenntnis. Ob Du es annimmst, bleibt Dir überlassen. Angelika hat übrigens jüngst auf dem NeueErde-Blog eine schöne Übersicht zur GfK eingestellt: Gewaltfreie Kommunikation zum besseren Verständnis„.

    Was ich durch die Beschäftigung mit der GfK auch gelernt habe, ist die Unterscheidung zwischen Forderungen und Bitten. Forderungen werden im Rahmen der GfK als Form der lebensentfremdenden Kommunikation gesehen. Daher rauschten Deine Forderungen jüngst auch so einfach an meinem Ohr vorüber. Der Punkt ist: Solang ich selbst im Forderungs-Denken gefangen bin, höre ich auch in den Äußerungen anderer immer wieder Forderungen (so ging es Dir ja auch: Du fühltest Dich genötigt, obgleich ich Dich lediglich eingeladen habe).

    Naja, soviel mal dazu. Ich lebe jedenfalls definitiv nicht in einem Vakuum.

    Und noch etwas, nachdem Du „ich will“ gebraucht hast: Hast Du schon mal probiert, was passiert, wenn Du nichts mehr willst? Führt das wirklich dazu, dass Du nichts mehr tust?

    Alles Liebe,
    Ralph

    • „Du hast bisher noch gar nicht auf meinen länglichen Kommentar geantwortet. Magst Du erzählen, was beim Lesen in Dir vorgegangen ist (Gedanken und Gefühle)?“

      Mein Schweigen war die Antwort. Die Antwort auf das Angebot. Ich habe es also nicht angenommen. Das hast du nicht nur beobachtet, sondern darauf reagiert, indem du gleich nochmal geschrieben hast.

      Hast du nun einen Freifahrtsschein mich so lange zu belagern wie deine innere Stimme es dir weist? Kann mich also jeder auf der Straße festhalten und mir ein Gespräch aufzwingen und es ist an mir die Penetranz/Hartnäckigkeit/Euphorie in mir selbst zu erkennen und es darum anzunehmen, dass mich dieser Mensch festhält, mich nicht weitergehen lässt? Wie stellst du dir das menschliche Zusammenleben vor?

      Dass ich diesen Menschen erkennen und ihm „verzeihen“ kann ist nicht die Frage, aber muss ich sein Handeln immer wieder über mich ergehen lassen? Darf ich mich dem nicht entziehen, indem ich ihn bitte oder es fordere?

      Ich habe dich gebeten.

  8. Liebe Cali,

    ich bin heute über Dein Blog gestolpert und direkt hängen geblieben. Deine Gedanken gefallen mir. Vor allem das Bild mit dem einen erloschenen Licht und den tausend entfachten Lichtern finde ich wunderschön🙂

    Ich selbst bin mittlerweile 50 Jahre alt und seit 26 Jahren alleinerziehende Mutter. Es war nicht immer einfach, doch mein Lebensmotto wurde vor vielen Jahren:

    ALLES WAS DU TUST; TU ES MIT LIEBE

    Dies versuche ich in allen Lebenslagen und -situationen zu beherzigen. Dann geht gleich alles viel, viel leichter.

    Liebe Grüße
    Elke

    http://momstagebuch.blogspot.de

    • Liebe Elke, ich muss mich entschuldigen. Dein Kommentar war in den Spam-Ordner gerutscht, den ich viel zu selten durchsehe. Ich bin schon lange auf der Suche nach einem Lebensmotto, als roter Faden, wenn ich ihn mal brauche. Es gibt so viele Sprüche, die dazu gut sein könnten, aber vllt ist deiner, der so simpel wie wahr ist, einfach der Beste.

      Danke hierfür und dass du vorbeigeschaut hast, Cali

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