S-Bahngeflüster

Es ist ganz sicher der beste Zweck, den das tägliche S-Bahnfahren haben kann, einfach darüber zu bloggen. Darum offenbare ich euch hier Trends, Skurriles und Interessantes über den täglichen Wahnsinn mit mir mittendrin.

Hier kommen die 5 S-Bahnbeobachtungen der Woche:

  1. Wenn es regnet, fahren mehr Leute S-Bahn. Es ist ganz eindeutig, dass sich schlechtes Wetter auf die Sitzplatzsituation im Berufsverkehr auswirkt. Kaum ist es nass draußen, bekommen selbst die Schnellsten und Skrupellosesten keinen Platz mehr. Woran das wohl liegt? Fahren auch im November noch so viele Leute regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit, fürchten die Leute nasse Straßen oder wollen sie der Annahme, dass bei schlechtem Wetter die Staugefahr größer ist, entgegenwirken? Egal wie. Grrrr!
  2. Wetterfeste Kleidung ist bei Frauen selten. Es kann noch so schütten, frieren, wehen, Frau lässt sich nicht beirren. Es ist kein Wunder, dass Männer denken hohe Absätze sind bequem und dünne Strumpfhosen ein Ersatz für Hosen. Wir machen auch heimlich bibbernd eine zu gute Figur.
  3. Schwarze Kopfhörerkabel sind out! Rot und türkis sind angesagt!
  4. Arbeitsweg ist Arbeitszeit.  Sehr viele Leute nutzen den Weg zur Arbeit, um das Minus von gestern auszugleichen oder den Vorsprung auszubauen. Lehrer korrigieren Arbeiten, Manager lesen Konzepte, Bauarbeiter besprechen die Arbeitsverteilung, Hausfrauen tauschen Tipps aus und der lauschende Rest lernt mit.
  5. Samstag- und Sonntagmorgen darf man nicht zu genau hinschauen. Ist wieder eine Partynacht der Morgendämmerung gewichen, so noch lange nicht ihre Rückstände.  Die letzten Rauchschwaden ziehen aus dem Club und die Schnapsleichen in den S-Bahnwagon – schlafen, schnarchen und Schlimmeres. Gehört man also zu den früh Aktiven, dann sollte man sich ein schönes Plätzchen suchen ohne dabei zu genau in die Ecken und Winkel des tunkelnden Abteils zu sehen. Das ist das Beste für alle.

Ich geh‘ dann morgen wieder auf Position,

Euer Spitzel Cali

12 thoughts on “S-Bahngeflüster

  1. In so einem Großstadttrubel würd ich mich, glaub ich, einerseits mächtig einsam fühlen und andererseits zu viel Fremdes auf der Pelle empfinden. Eingepfercht sein in einer S- oder U-Bahn ist nix für mich. Was liebe ich mein Winzstadtzuhause mit dem alten Gemäuer und der gemächlichen Lebensart. Hier kann ich alles erlaufen. Da nehm ich auch schlechtes Wetter in Kauf. Aber ich les schon, Mensch kann auch anders empfinden/leben. Klar. Uuuund sagt das Kind: in der Großstadt kann man besser shoppen gehen und dass sie das auch bald mal wieder will. Also stimme ich mich schon mal bei dir ein, dann wird der Schock nicht so groß🙂 .

    • Liebe GG, ich kann dich total verstehen! Ich werde auch nicht ewig hier bleiben, glaube ich zumindest. Es wird vom späteren Berufsweg abhängen. Grundsätzlich hätte ich aber auch überhaupt nichts dagegen ruhiger und besinnlicher zu leben. Und das Shoppen…naja…das wäre dann wenigstens mal wieder ein Highlight. Mich nerven die 1000en Einkaufszentren einfach nur noch.

  2. Man, was bin ich froh, nicht mehr mit der Bahn fahren zu müssen. Einige Jahrzehnte Bahnfahrt und am Ende war ich richtig genervt. U-Bahn fand ich noch schlimmer als S-Bahn, weil die S-Bahn wenigstens über der Erde fährt. In der U-Bahn bekommt man echt ne Krise… Ich fand die Begegnungen und Erlebnisse auch nicht mehr lustig.

    LG Susanne

    • Liebe Susanne, U-Bahnfahren finde ich auch noch schlimmer, muss ich allerdings auch nie oder selten. Gott sei Dank. Die Begegnungen sind auch oft nicht lustig, aber man ist eben doch irgendwie mittendrin und das kann manchmal auch zu ganz tollen Erlebnissen führen. Ich muss es positiv sehen, denn mir stehen noch viele S-Bahnstunden bevor!😉

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