Glück ist eine Reise, die beginnt, wenn du ein Baby bist

…besagt ein russischer Werbeslogan. Das ist wohl wahr, denke ich, als ich den Absatz zuende gelesen habe. Irgendwie führt doch jede Suche stets zu den Ursprüngen zurück. Doch diese Weisheit aus Juliane Inozemtsevs Buch „Werft die Gläser an die Wand“ über das Leben und Lieben einer Deutschen an der Seite eines russischen Seeoffiziers ist nicht das Einzige, über das ich mir diese Woche Gedanken gemacht habe.

Das erste Lichtlein brennt und ich hoffe ihr seid alle gut in die Adventszeit gekommen. Sonntag habe ich die Wohnung festlich, aber dezent und katzenfreundlich geschmückt. Es war gar nicht so leicht einen schönen Schwibbogen zu bekommen, der ebenso schlicht wie einfach sein sollte. Ich steh‘ weder auf LED-Lichter, noch auf Plastiktannengrün, das hat die Auswahl stark reduziert. Fündig geworden bin ich dennoch, wusste nach der langen Suche im Produktejungle aber wieder genau, weshalb ich mir die Einkaufssafari dieses Jahr „schenke“. Es macht so einfach keinen Spaß.

Als geizig will ich mich aber nicht bezeichnen lassen, darum habe ich von meinen Abermillionen, die ich durch den Geschenkeverzicht anhäufen werde, kleine Beträge an Wikipedia und das Berliner Tierheim gespendet. Ich möchte Weihnachten als Fest der Liebe wiederentdecken, als eine Zeit, in der man sich nicht nur festlich besinnt, sondern tatsächlich „zur Besinnung“ kommt.

Was ist da los im Nahen Osten, in Kairo, in den asiatischen Fabriken von C & A und H & M, den Tierheimen, in den Berliner Sparkassenfilialen, die bei den Temperaturen durch Wachpersonal vor Obdachsuchenden beschützt werden müssen und in unseren Köpfen? Vielleicht bringen die vielen hellen Sterne und Schnuppen in den Fenstern nicht nur Licht ins abendliche Dunkel und Gemütlichkeit ins Haus, sondern auch Klarheit in unseren Geist und unser Herz.

Glück ist eine Reise, die beginnt, wenn du ein Baby bist. Glück ist eine Reise, die beginnt, wenn sich jemand um dich sorgt.

Eure Cali

4 thoughts on “Glück ist eine Reise, die beginnt, wenn du ein Baby bist

  1. Na ja, man kann auch die A….karte gezogen haben und in eine ganz schreckliche Familie reingeboren werden. Dann hast du kein Glück, wenn du ein Baby bist. Viele Esoteriker behaupten ja, wir würden uns die Familie aussuchen, in die wir reingeboren werden. Weil das gerade unser Thema, für das jetziges Leben sein soll. Ich weiß nicht ob wir uns das selbst antun, oder obs doch der berühmte Zufall ist???

    LG Susanne

    • Hm, also ich habe zu solchen Dingen keine Meinung, weil ich es schlicht und einfach nicht weiß. *gg* Aber eben weil man ganz unschuldig und unverhofft in diese und jene Lebensumstände geboren wird und wir alle wissen, dass man mit allem, was einmal versaut wurde lange oder für immer zu tun hat, sollte man immer daran denken, dass man als Erwachsener für das Glück des Babys und Kindes zu sorgen hat. In jeder Hinsicht. Viele Grüße!

  2. Liebe Cali, kennst du Jean Liedloffs Buch: Die Suche nach dem verlorenen Glück? Und die Seite continuum-concept? Außerdem kommt mir bei deinen Zeilen ein Spruch in den Sinn: „Die Kindheit ist wie ein Eimer unbekannten Inhalts, der einem über den Kopf gekippt wurde. Das ganze Leben hat man mit dem zu tun, was an einem herunterrinnt.“

    • Ja, ich habe schon davon gehört. Ich werd’s mir mal aufschreiben. Ich brauche nämlich neue Lektüre. Der Spruch ist gut, allerdings glaube ich an saugfähige Handtücher und Eimer, die man sich später selbst aussucht, um sie sich über den Kopf zu kippen. *gg*

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s