Looking for Freedom

Ui, ui, es pulsiert zur Zeit wieder in meinen Adern. Noch zwei Wochen und das Semester ist gelaufen. Nächste Woche ein Vortrag, zwei Abschlussarbeiten, ein paar Tage später noch eine Klausur. Dann ist Ruhe im Karton. Auf die Bachelorarbeit freue ich mich. Das Studium ist fast geschafft und ich zähle die Tage bis ich nicht mehr zum „Unterricht“ antrullern muss. Ich habe dermaßen die Schnauze voll.

Boah geht mir das alles ab, diese eingestaubten Lern- und Fleißplattitüden, das verkümmerte Denken an der Uni, das sich für unheimlich elitär und frei hält. Dieses „Mittel zum Zweck“-Gehabe (grrr Geld und Karriere) kriecht aus jeder Füge dieses alten Gemäuers. Als ich kam war der ehbare Geist schon verflogen.

Endlich kann etwas Neues beginnen. Etwas, das ich finde werden, das mich finden wird. Und wenn ich Spargelstecherin werde, ich mache worauf ich Lust habe. Von keinem Geld der Welt werde ich mich von einem weiteren sinnleeren Studium, das einen unreflektiert von einer Ecke des menschlichen Wissens und Denkens in die andere schleudert und dann Kompetenz erwartet, das einem damit die Seele aussaugt, überzeugen lassen oder in einem Job dieser zweifelhaften Gesellschaftsmaschinerie anfangen. Entweder es wird eine Herzensangelegenheit oder gar nichts.

Puh, nun ist die Pupertät doch schon einige Jährchen her und es hat sich bei mir nicht viel geändert. Bis zu einem gewissen Grad kann ich mich anpassen und tun, was nötig ist, aber irgendwann reicht’s und dann geht der Ausbruch schnell. Ich bin nicht auf den Kopf gefallen und habe Arme und Beine zum Arbeiten. Es wird schon werden.

Hier der Soundtrack zum Lebensgefühl aus „Django Unchained“. Leider konnte ich nur die Filmszene und nicht das komplette Lied finden. Übrigens episch, ausgezeichneter Film.

Bis bald, eure Cali!

14 thoughts on “Looking for Freedom

  1. Eine meiner Lieblingsbloggerinnen bist du auf jeden Fall! Aber davon wirst du nicht satt. Also bin ich gespannt, was du unternehmen und darüber berichten wirst!

  2. großartig cali und ich bin überzeugt, du wirst es schaffen … wo doch die spargelsaison bald wieder beginnt😉😉 nein, sollte nur ein jux sein, ich mein es absolut ernst. genau diese einstellung ist es meiner meinung nach, die die gesellschaft insgesamt voranbringen wird.

    liebe grüße von kirstin

    • Liebe Kirstin, ich glaube auch, dass alles viel schöner wäre, wenn die Leute weniger Kompromisse in solchen Dingen machen würden. Aber vllt falle ich ja auch noch hart auf den Boden der Realität. Aber die Überzeugung st da!

  3. Spargelstechen ist auch sehr anstrengend! Ich finde es mutig (und sicher auch anstrengend für dich), dass du dein Studium und alles, was damit zusammenhängt, durchaus kritisch reflektierst. Man muss sich nicht alles um jeden Preis gefallen lassen, dann geht es einem oft auch besser…
    Liebe Grüße von Rana

    • Ja, ich weiß, dass Spargelstechen anstregend ist, aber ich brauche dafür keinen Master, hoffe ich. *gg*

      Bestimmt ist diese ständige Reflexion anstregend, aber sie macht mir Spaß. Es passiert von allein. So wie manche über Autos oder Mode nachdenken, grübele ich über das Leben und wie ich das Beste rausholen kann. *gg*

  4. Yes!
    Ich kann dir gar nicht sagen, wie toll ich diesen Eintag finde. Ich mag deine Sicht der Dinge. Und ich wünsche dir von ganzen Herzen, das du etwas findest was du magst. Wofür dein Herz blutet. Nicht viele Menschen haben das Glück so etwas zu finden. Ich hoffe, du hast es!

    • Ich habe auch darüber nachgedacht, ob es ein Privileg ist nur zu tun, was man wirklich will. Mittlerweile glaube ich es ist eine Entscheidung, vor der die allermeisten Leute einfach Angst haben. Desto mehr es aber tun würden, desto leichter würde es für alle. Viele Grüße an dich, liebes sommerseufzen!

  5. Hallo Cali,
    wunderbar, die Energie, die in Deinen Worten steckt🙂

    Es ist immer hilfreich, zu hinterfragen. Wir beginnen einen Weg A und wir haben ein Ziel. Das ist gut so und dennoch ist es wichtig, offen zu sein, z. B. für Weg B oder Weg C, der uns unterwegs begegnet. Vielleicht weichen wir von unserem eigentlichen Weg ab, so what. Das Ziel von Weg B oder C könnte auch reizvoll sein. Dennoch sind wir dankbar für Weg A, denn erst dieser Weg hat uns an die Kreuzung nach B oder C gebracht…

    Mir fällt immer wieder ein, dass ich mir damals, als ich ungefähr an Deiner Stelle angekommen war, oft die Frage gestellt habe: „Wo bin ich wohl in fünf Jahren?“

    Viel Glück!!
    Liebe Grüße
    Tine

    • Danke, liebe Tine!! Ja, wo bin ich in fünf Jahren? Ich habe keinen blassen Schimmer. *gg* Hoffentlich irgendwo, wo ich gern bin. Ich bin auch absolut offen für alles, aber nicht mehr für zu große Kompromisse. Ich möchte gern tun, was ich tue. Und wenn auch nur für eine gewisse Zeit. Mein Studium hat mich auch lange erfüllt, so ist es nicht, aber dieser Lebensabschnitt ist vorbei. Es wird Zeit für etwas neues. Das merke ich ganz deutlich. Ich bin gespannt. Bis bald!

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