Zur Diskussion: Der Waschball

WaschballAchtung, Achtung! Praktischer Hinweis zu mehr ökologischem Bewusstsein im Alltag folgt. Wer Angst vor irrationalem Weltverbesserungshokuspokus hat, der beruhige sich hier. Alle anderen lassen sich inspirieren.

Woher?

In der Oya, auf die mich die liebe GG aufmerksam gemacht hat, lag ein Katalog des „Waschbären“-Umweltversands bei. Normalerweise landen solche Beilagenheftchen schnell im Mülleimer. Ich steh‘ nicht so auf unnachgefragte Werbung. Aber in einer gelangweilten Minute habe ich ihn dann doch durchgeblättert und mit zahlreichen „Würde ich gern mal ausprobieren“-Kreuzen übersät.

Was und wofür?

Ein Produkt hat meine besondere Aufmerksamkeit erregt. Der Waschball. Über tausend Maschinen soll er die Wäsche schonend, ohne den Zusatz von Waschmittel säubern. Er besteht aus einer Gummihülle und ist mir vielen kleinen Keramikwaschperlen gefüllt. In der Produktbeschreibung fällt auch das Wort „magnetisch“. Und obwohl ich das Gefühl von faulem Zauber nicht so ganz loswurde, weil mir die physikalische Wirkungsweise absolut nicht in den Kopf will, habe ich ihn bestellt.

Einige Wäschen später

Auch mein Vater hat nur den Kopf geschüttelt, als ich ihn von meiner neuesten Errungenschaft berichtet habe. „Alles Bauernfängerei“. Das kann ich nach mehrmaliger Anwendung leider, oder Gott sei Dank, nicht bestätigen. Das Ding funktioniert bei mir einwandfrei. Die Wäsche wird sauber und riecht frisch. Lavendel- oder Babypuderduft strömen einem beim Öffnen der Waschmaschinentür natürlich nicht mehr entgegen. Aber es duftet ein bisschen nach dem kühlen Wind, der durch Omas vollgehangene Wäscheleine gesaust ist.

Ich weiche die Wäsche vor dem Spülen und Schleudern ein. Das wird in der Produktanleitung empfohlen. Meine Waschmaschine hat dafür ein Extraprogramm. Gerade sensible Stoffe und alles bis 60° wasche ich jetzt mit dem Waschball. Muss es für bestimmte Flecken unbedingt die Chemiekeule sein, dann geht das natürlich auch durch. Man muss es ja nicht übertreiben. Aber jede Dosis Waschmittel, die man spart, ist eine zusätzliche Umweltbelastung weniger. Und das tut Mensch und Natur gut.

Habt einen wunderschönen Sonntag, meine Lieben,

Eure Cali

P.S.: In den Kommentaren findet sich ein Link zu einem Forum, in dem schon über den Ball diskutiert wurde. Sehr interessant wie ich finde.

13 thoughts on “Zur Diskussion: Der Waschball

    • Ohho! Da ging es ja richtig zur Sache. Wie die Kritiker richtig bemerken gibt es keine „logische Erklärung“ für die Wirkungsweise, außer dem „Rubbeleffekt“ durch das Gewicht und die Noppen des Balls.

      Aber hey, das beweist ja nur, dass wir Wäsche, die eigentlich nicht so viel Zuwendung braucht, weil wir sie nur kurz getragen haben etc, mit Mittelchen bearbeiten, die total unnötig sind. Wo es keimfrei werden soll oder muss, kann man immernoch auf 90° und mit Waschmittel waschen.

      Ich finde das Ganze sehr interessant, weil es einen mit der Nase darauf stößt wie routiniert man Dinge anwendet ohne ihre genaue Wirkung und Notwendigkeit überhaupt zu kennen. Wie sicher uns die Werbung macht, dass nur eine Verschlusskappe Waschmittel die Hosen tragbar macht. Schon als Teenager habe ich die Nase gerümpft, wenn mein Vater mir vorgeschlagen hat auf der Klassenfahrt dieses oder jenes Kleidungsstück einfach mal im Waschbecken durchzudrücken. Sauber geht doch nur in der Maschine und mit Waschmittel, denkt man. Aber wahrscheinlich sind wir da einem Sauberkeits- und Konsumwahn aufgesessen. Und der Ball macht sich drüber lustig. *gg*

    • Ich schätze, Du hast recht. Ich werde auch mal über mein Waschverhalten nachdenken. Ist es denn wirklich nötig, dass Wäsche nach dem Waschen nach Lavendel, Frühling etc. duftet?

    • Liebe Corinna, tu‘ das gern! Ich bin übrigens immernoch sehr zufrieden mit dem Ball, obwohl ich nach dem Beitrag nochmal mehr darauf geachtet habe, ob ich mir den Effekt nur eingebildet habe. Flecken gehen raus und die Wäsche riecht neutral frisch. Das reicht mir. Vielen Dank für deinen Kommentar!

  1. Den habe ich auch und öfter benutz, jetzt liegt es nur noch rum, denn die Wäsche ist bei mir nicht sauber geworden und einweichen mache ich nie, vielleicht sollte ich das mal probieren.

    LG Mathilda😉

    • Oh, das ist ja praktisch. Da haben wir gleich den direkten Vergleich.

      Ich habe wirklich auch schon Bettwäsche, Sportsachen etc. damit gewaschen und es ist alles sauber geworden. Ja, probier‘ es mal mit dem Einweichen. Wäre sehr interessant mal zu erfahren, ob das ‚was bringt. Liebe Grüße zurück!

  2. Mach ich, aber erst am Dienstag, da meine Waschmaschine spinnert und sich die Tür nicht öffnen läßt. Monteur kommt Dienstag, bis dahin muß ich ab und zu die Wäsche im Kurzprogramm laufen lassen, sonst wird sie stockig🙄

    • Oh, nein! Unsere Alte hat auch erst kürzlich den Geist aufgegeben. Aber da war nichts mehr zu machen. Das Lager war kaputt. Wenn die geschleudert hat, hat sich das angehört als würde ein Flugzeug starten. Haben eine gebrauchte, aber bessere gekauft. Und jetzt staune ich wie leise so eine Maschine sein kann. =)

      Na dann hoffe ich mal, dass der Monteur deine Wäsche befreien kann und dass du keine Neue brauchst. Ich drück‘ die Daumen!

  3. Na bloß nicht, die ist doch erst 6 Jahre alt und funktioniert sonst einwandfrei…ist soviel in letzter Zeit kaputtgegangen, das geht ins Geld,das ich gerade mal nicht habe😦

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