Du bekommst, was du verdienst. Verlass‘ dich drauf.

sthimmel

Die Überschrift klingt sehr nach Karma. Nach Hoffnung und Angst vor Gerechtigkeit. Das soll sie aber gar nicht, denn wer kann schon bewerten, was ein Mensch verdient hat und was nicht? Niemand.

Denn es ist wie immer viel zu verzwickt mit dem Leben. Auch Leuten, denen schnell Schlechtes gewünscht wird, weil sie als Mensch oder in einer anderen Form versagt haben, liegt sehr wahrscheinlich ein „verdienendes Wesen“ zugrunde. Wen kennt man schon in seiner Gesamtheit, um sich seiner Unwürdigkeit absolut sicher sein zu können? Und wer weiß genau, dass Geld, Ruhm und Erfolg unverzichtbare Lebensprämien sind, die immer nur die Falschen bekommen? Was, wenn sie nur eine hohe Punktzahl in einem Spiel sind, in dem es eigentlich nicht um Punkte, sondern um die richtige Antwort geht?

Desto mehr Stationen ich in meinem Leben ansteuere, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass ich verdiene, was ich bekomme. Ich verdiene das Schlechte, die Herausforderung und das Unglück. Genauer: Ich verdiene das Gute im Schlechten, die Herausforderung zu wachsen und das Glück im Unglück. Ich verdiene das Gute, verdiene zu wachsen, das Glück.

Allein in den letzten zwei Wochen kam mein Verdienst ein paar Mal um die Ecke geschlendert. Jedes Mal fühle ich mich angelächelt. Und so allmählich begreife ich, dass ich locker lassen kann. Was habe ich mir für Sorgen vor dem Praktikum gemacht? Ich bin gedanklich alles hundert Mal durchgegangen. Und doch kam es anders. Besser. Verlorene Liebesmüh.

Jeder bekommt, was er verdient. Was auch immer das ist. Wahrscheinlich ist es für uns alle das Gleiche. Man muss nur das Spiel verstehen. Es geht nicht um den Punktestand, nicht um etwas Zählbares, sondern um die richtige Antwort. Und die ist keine Willkür des Schicksals, sondern eine bewusste Entscheidung.

In aller Liebe,

Eure Cali

4 thoughts on “Du bekommst, was du verdienst. Verlass‘ dich drauf.

  1. Hm, ich bin mir nicht sicher, ob jeder das im Leben erhält, was er verdient. Daher sympathisiere ich viel mehr mit dem Spruch von Kirstin: Wir bekommen zumindest das, was wir brauchen.

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