Ich denke ernsthaft ‚drüber nach

Eigentlich war das Thema für mich, nach einem kurzen und sehr inkonsequenten Selbstversuch vor vielen Jahren, sprichwörtlich „gegessen“. Ich kann und will nicht auf Fleisch verzichten- es ist die Natur des Menschen, und gut.

Aber seitdem der Kater hier eingezogen ist, stolpere ich immer wieder über die Frage, ob das meine endgültige Entscheidung war. Ich empfinde so viel Liebe und Faszination für ein Tier. Ich sehe in ihm ein Bewusstsein, Intelligenz und Gefühl. Niemals könnte ich mir vorstellen ihm bewusst Leid zuzufügen oder es nicht von ihm abzuwenden, wenn es ihn meiner Macht stände.

Ich esse wenig, aber gerne Fleisch. Auf Schinkelwürfel als ständiges Topping oder eine zweite Scheibe Kotelett verzichte ich aus einem reinen Körpergefühl schon lange. Es schmeckt mir in Massen einfach nicht.

Eine ganze andere „Nummer“ wäre es nun aber gänzlich auf Fleisch oder sogar ganz und gar auf tierische Produkte aus Prinzip zu verzichten.

Ich habe heute viel dazu im Internet gelesen und an diesem Thema scheiden sich wirklich die Geister. Letztendlich wird jeder nach seinem besten Wissen und Gewissen entscheiden müssen. Fakt ist, dass ich als Mensch die Wahl habe.

Ich wusste zum Beispiel nicht, dass selbst die Milchproduktion unter so unwürdigen Bedingungen für die Kuh stattfindet, typisches Stadtkind eben. Als ich mich dann durch die Homepage von PETA geklickt hatte, ist der Kloß in meinem Hals um ein Vielfaches angeschwollen. Natürlich stecken auch dahinter Mechanismen der Meinungsmache, aber solange solche Aufnahmen gemacht werden können und ich nicht zu 100 % sicher sein kann, dass das nicht für meinen Braten, meinen Kaffee mit Milch oder den hübschen Geburtstagskuchen geschieht, muss ich an anderer Stelle kontrollieren- bei dem, was ich esse.

Hinterlasst mir gerne eure Erfahrungen und Meinungen zum Thema in den Kommentaren. Ich bin für jede Aufklärung und jeden Denkanstoß dankbar.

Ich wünsche euch einen schönen Abend,

eure Cali

12 thoughts on “Ich denke ernsthaft ‚drüber nach

  1. Bei mir hat es mit dem vegetarischen Essen erst nach mehreren Jahren „in echt“ geklappt. Ich kann heute lecker vegetarisch kochen, sodass ich rundrum satt und zufrieden bin und habe meinen Vitamin- und Mineralstoffbedarf im Griff. So muss ich nicht mehr blind bestimmte Mängel zu kompensieren versuchen. Heute ist mir Fleisch (und wenn es nur eine dünne Scheibe Wurst ist) im Mund tatsächlich richtig eklig, Milch ebenso. Mich reißt kein knuspriger goldbrauner Gummiadler mehr vom Hocker – habe nicht mal vermehrten Speichelfluss beim Schnuppern.

    • Ich glaube bei mir hängt es auch von der Alternative ab. So lange es etwas gibt, dass auch ohne Fleisch schmeckt, kann ich leicht darauf verzichten. Wenn aber alle zu Weihnachten Ente essen und ich nur Klöße und Rotkohl abkriege, fällt es mir bestimmt schwerer.

  2. also ich bin ja schon seit vielen jahren vegetarier. es kam eigentlich aus gesundheitlichen gründen, dass ich den fleischkonsum einschränken sollte. das fiel mir nun sehr leicht, weil ich eigentlich noch nie gerne fleisch oder fisch gegessen hab. ich mochte es gar nie so gerne und ausserdem hab mir ja auch immer mal wieder überlegt, dass für mich nun tiere gequält oder sterben mussten. höchstens die „chicken wings“ hab ich noch gegessen, die es damals gefroren bei aldi gab. aber das waren ja keine hähnchen lol lol😉😉 das waren eben gefrorene chicken wings!! so hab ich mir das schön geredet. aber ich dachte damals echt, man muss doch fleisch essen. alle essen es doch, wird sich wohl so gehören.

    als ich dann eben wegen der gesundheit reagieren musste, hab ich mich ganz schnell entschieden, es dann eben ganz zu lassen. hab mich informiert, wie das mit den nährstoffen ist. als vegetarier kann man auch super gesund leben. und bin dann irgendwann soweit gegangen, dass ich nur noch bio käse und bio eier an tierischen produkten gegessen hab. als milch schon sehr lange lecker soja milch. da gibt es mittlerweile so viele varianten, die wirklich lecker sind und für alles prima zu verwenden sind.

    nun sind da ja immer noch die punkte bio eier und bio käse. ok bio, aber die tiere werden trotzdem ausgenutzt. ja, und grad bei den eiern, wo die kleinen männlichen küken sofort lebend in den schredder geworfen werden … da hab ich vor kurzer zeit mal versucht, auf eier zu verzichten. obwohl ich sie wirklich sehr gern esse. aber das hab ich nicht so gut geschafft. nun halte ich es so, dass ich zum kochen und backen ei ersatz verwende (z.b. ganz hervorragend banane), aber mein frühstücksei esse.

    war zuerst traurig, weil für mich das wohl der tiere eigentlich über allem steht. aber ich hab echte mangelerscheinungen bei mir gefühlt. obwohl man natürlich die nährstoffe des eis auch prima durch anderes ersetzen kann, aber hier war das eben so bei mir. und nun leb ich eben damit. kaufe wirklich sehr gute bio eier vom bauern in der region, wo man auch nachprüfen kann, ob es wirklich bio ist. und ich bedanke mich bei den hühnern fürs legen und bitte die männlichen kücken um verzeihung für das schreddern. denke an beide in liebe. also esse mein ei mit grosser wertschätzung für die tiere, die mir hier gedient haben. bei bio käse achte ich darauf, dass da kein kälberlag verwendet wird.

    fleisch und fisch aber, da denk ich schon seit jahren nicht mehr dran. achte bei wirklich allem auch darauf, dass ich nichts mit gelantine zu mir nehme. gelantine wird ja nun bekanntermassen aus tierhäuten gemacht. erstmal eklig find ich … und denn hätte das ganze vegetariertum ja nix gebracht, wenn ich gelantine essen würde. gelantine ist heutzutage ja überall drin normalerweise. selbst in kapseln aus der apotheke. aber wenn man schaut, gibt es auch genügend alternativen ohne gelantine.

    mehr weiss ich grad nicht zu schreiben.

    liebe grüsse von kirstin

    • Das war ja auch schon eine ganze Menge! Vielen Dank für deine Mühe.

      Also die vegane Lebensweise ist mir auch ein Rätsel. Ich werde erstmal ganz langsam anfangen und überall dorf auf Fleisch verzichten, wo es gute Alternativen gibt. Ich werde mich nicht unter Druck setzen und es mir strikt verbieten, sonst wird es umso verlockender. Vllt kommt aber auch alles ganz anders und es fällt mir gar nicht schwer von heute auf morgen aufzuhören.

      Ich werde berichten.😉

  3. liebe cali, hatte probleme beim absenden dieses kommentars. und auch jetzt seh ich, dass ich mit einmal unter „anonym“ laufe. weiss nicht, was da passiert ist. aber du weisst, wer ich bin ja? die kirstin von neue erde. weiss nicht, ob wordpress mich nun nicht mehr mag, wo ich den blog bei blogspot hab.

    nochmal liebe grüße von kirstin

  4. liebe cali, hatte probleme beim absenden dieses kommentars. und auch jetzt seh ich, dass ich mit einmal unter „anonym“ laufe. weiss nicht, was da passiert ist. aber du weisst, wer ich bin ja? die kirstin von neue erde. weiss nicht, ob wordpress mich nun nicht mehr mag, wo ich den blog bei blogspot hab.

    nochmal liebe grüße von kirstin

  5. Bin seit über 20 Jahren Vegetarier. Erschreckend finde ich die angeblich sehr hohen „Fehlerquoten“ (3,3 – 12,5% nach einem Beitrag in der Süddeutschen) beim Schlachten, wo Schweine und Rinder viel zu häufig ohne hinreichende Betäubung zersägt werden. Dieser Horror ist dem Profitdenken geschuldet. Ein Schlachter im Akkord hat ca. 4 Sekunden Zeit, um so ein Tier zu töten bzw. bewusstlos zu machen. Da bleibt die Moral leider gänzlich auf der Strecke. Aber ich wäre wahrscheinlich auch Vegetarier, wenn Tierhaltung und Schlachtung ganz optimal wären, einfach weil mir Tiere, vor allem Säugetiere, viel zu nahe stehen und ich im Gegensatz zu anderen Raubtieren die Wahl habe.

    • Lieber Tom,

      es muntert mit wirklich auf, dass gar nicht mal so wenige von jenen Bloggern, die ich sehr mag, schon lange lange Vegetarier sind.Das macht mir klar, dass es möglich ist.

      Ja, ich weiß, dass gerade hinsichtlich dieser Betäubungssache viel Schindluder getrieben wird. Furchtbar.

      Ich habe zwei Tage von vllt zwanzig Jahren hinter mir und lebe noch. Also mache ich weiter.

      Vielen Dank für deinen Kommentar, Cali

  6. Liebe Cali, ich bin auch seit mittlerweile 9 Jahren Vegetarierin. Ich habe angefangen, fleischlos zu essen, weil ich eine Doku über die Haltung von Hühnern gesehen habe, die später zu Hähnchenschenkeln „verarbeitet“ werden; das war absolut furchtbar. (Was für einen perversen Stolz die Menschen dabei empfunden haben, das perfekte „Rezept“ für einen richtig guten Hähnchenschenkel zu finden!)

    Ich esse kein Fleisch und kein Geflügel, dafür aber Fisch und Eier und ich trinke Milch. Wenn Leute mich darauf ansprechen, wie widersprüchlich das doch alles sei und dass mein Vegetariertum doch eigentlich gar nichts bringt, dann sage ich, dass ich irgendwo auch auf mich achten muss und ich wenigstens einen kleinen Unterschied mache, wohingegen sie sich selber keine Gedanken darüber machen, was ihr Essverhalten für Auswirkungen hat. Ich esse den Fisch, den meine Familie selber angelt und ich versuche, Bio-Eier, Bio-Milch und Bio-Käse zu kaufen, wenn es der Geldbeutel hergibt.

    Ich habe kein Problem mit Nicht-Vegetariern, aber wenn sie mir vom hohen Ross herunter einen erzählen und die Welt erklären wollen, dann schubs ich zurück. Ich kritisier sie nicht, also haben sie gefälligst ihre abfälligen Kommentare für sich zu behalten. Ich bin offen für Diskussionen, aber nicht, wenn mich jemand bekehren will, der sich für besser hält.

    Viel Glück bei deiner Mission!

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